3-2-1-Ribs

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Die drei Zahlen 3-2-1 bedeuten nichts anderes, als dass die Ribs-Zubereitung in 3 Phasen eingeteilt ist. Jede Zahl für sich gibt die Dauer der Phase in Stunden an. Das bedeutet konkret: Phase 1 dauert 3 Stunden, Phase 2 dauert 2 Stunden und die dritte Phase dauert 1 Stunde. In der Summe also 6 Stunden für Spareribs. Wahnsinn oder? Vater  hat die damals in 10 Minuten gegrillt… 😉

Wie funktioniert das also? Legen wir los.

Unser Ausgangsmaterial sind Spareribs. Manche Metzgerei führt sie unter anderen Bezeichnungen. Fragt nach Schälrippchen oder Kotelettrippchen. An der Knochenseite (leider hier gerade nicht zu sehen) ist an den Leiterchen eine Sehne; die sogenannte Silberhaut. Diese kann man mit etwas Fummelei abziehen oder ihr macht es wie ich: bittet beim Bestellen des Fleisches direkt darum, die Haut vom Profi entfernen zu lassen 😉

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Nun werden die Leitern mit einer Trockengewürzmischung, einem sogenannten Rub, gewürzt. Entweder kauft man sich eine Fertigmischung oder ihr mixt sie euch selbst an.  Ich nehme dazu immer gerne den Butt Glitter Rub

 

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Nach dem „rubben“ die gewürzten Ribs entweder fest in Frischhaltefolie einschlagen oder im Beutel vakuumieren. Dann für mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank damit.

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Nach dem Ruhen des Fleisches wird der Kugelgrill für das indirekte Grillen vorbereitet. Die Temperatur in der 3-stündigen Phase 1 liegt etwa bei 115 Grad. Also rauf auf den Grill, Temperatur halten und 3 Stunden abwarten. Ganz wichtig: zwischendurch mal ne Nase von dem leckeren Duft nehmen 😉

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Kurz vor Ende der ersten Phase können die Vorbereitungen für die 2-stündige Phase 2 beginnen: neue Kohlen ansetzen, die Edelstahlschale mit Apfelsaft befüllen, die breite Alufolie bereit legen. Die Edelstahlschale von IKEA („Concis“) hat den Vorteil, dass sie einen Rost dabei hat, der die Schale auf halber Höhe befüllen lässt. Das bdeutet konkret: wenn ihr einen Liter Apfelsaft in die Schale gießt und die Ribs auf das Rost legt, dann schwimmen sie nicht im Saft; das ist hier ein großer Vorteil.

Der Apfelsaft  ist drin, die Ribs sind vom Grill und in der Schale. Diese wird nun bestmöglichst Luftdicht mit der Alufolie zu gemacht, dass der entstehende Apfelsaftdampf nicht entweichen kann, sondern in der Schale bleibt. Durch den Apfelsaftdampf erhält das Fleisch eine dezent süßliche Note, zudem wird das Fleisch zart gegart. Jetzt die durchgeglühten Kohlen in den Grill, wieder indirekt, jedoch diesmal etwa 150 Grad anpeilen. Schale mit dem Apfelsaft und den Ribs auf den Grill; Deckel zu. Auch hier wieder: Temperatur halten und für 2 Stunden gedulden.

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Sind die zwei Stunden um, könnt ihr die Schale vom Grill nehmen. Vorsichtig die Alufolie entfernen. ACHTUNG: HEISSER DAMPF ENTWEICHT!!!

Den Erfolg der Phase 2 erkennt man, wenn sich das Fleisch an den Knochen etwas zurückgebildet hat und der Knochen etwas frei liegt. Außerdem ist hier schön der eben erwähnte Rost zu erkennen, auf dem die Ribs lagen.

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Nun beginnt die 1-stündige Phase 3.
Wir brauchen dafür wieder etwa 115 Grad indirekte Hitze im Grill und eine BBQ-Sauce. Entweder eine gekaufte oder ihr macht sie selbst

Etwa alle 15 Minuten werden die Ribs unter Zurhilfenahme eines Silikonpinsels eingestrichen. Ihr werdet sehen, dass sich die aufgetragene BBQ-Saucen-Schicht etwas antrocknet und somit da bleibt wo sie sein soll: erst am Fleisch, dann im Mund 🙂

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angetrocknete BBQ-Sauce

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Die letzte Stunde muss nicht voll ausgereizt werden. Wenn ihr der Meinung seid, nicht länger widerstehen zu können, dann darf natürlich angerichtet werden 😉

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Guten Appetit.
Ach ja, das Fleisch ist so zart, dass  man die Knochen so ohne Aufwand
rausziehen kann und nur noch das schiere Fleisch übrig bleibt.

DAS ist der Unterschied, zu Vatis kurzgegrillten Ribs 😉

Ich denke, das letzte Bild spricht für sich…

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